Partizipation in meiner Kindertagespflege
Kinder werden in meiner Kindertagespflege altersentsprechend an Entscheidungen beteiligt, ohne sie dabei zu überfordern. Partizipation ist für mich ein wichtiges und stetig wachsendes Thema im pädagogischen Alltag.
Bereits die Kleinsten dürfen bei alltäglichen Entscheidungen mitwirken, zum Beispiel bei der gemeinsamen Planung des Wochenplans für das Frühstück. Zur Unterstützung setze ich Bildkarten ein, mit denen auch junge Kinder ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse ausdrücken können.
Durch diese Form der Mitbestimmung lernen die Kinder, ihre Gefühle, Gedanken und Wünsche wahrzunehmen und mitzuteilen. Sie erfahren, dass ihre Meinung zählt, und entwickeln dadurch wichtige Fähigkeiten auf dem Weg zu selbstbewussten und kompetenten Persönlichkeiten.
Natürlich lassen sich nicht immer alle Wünsche umsetzen. In meiner Arbeit behalte ich stets sowohl das einzelne Kind als auch die gesamte Gruppe im Blick. In bestimmten Situationen – insbesondere dann, wenn ein körperlicher oder seelischer Schaden drohen könnte – sind klare Regeln notwendig und Kompromisse nicht immer sofort möglich.
Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Verkehrssicherheit:
Auf dem Weg in den Wald oder zu umliegenden Spielplätzen lernen die Kinder, zu zweit und an den Händen hintereinander zu gehen. Auch wenn einzelne Kinder das Bedürfnis verspüren, alleine loszulaufen, ist dies aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Der Kompromiss besteht darin, dass die Kinder dort frei laufen dürfen, wo die Gegebenheiten es zulassen und keine Gefahr besteht.
So erfahren die Kinder, dass Mitbestimmung wichtig ist, jedoch immer in einem sicheren und verantwortungsvollen Rahmen stattfindet.
